Ein Schlag ins Gesicht der Tagespflege, Kinder sind die Verlierer

Thema: Betreuungsgeld. Welchen genialen Trick man sich wieder ausgedacht hat. Das Betreuungsgeld soll zwar der Öffentlichen Hand rund zwei Milliarden kosten, doch was man damit einsparen will hält man schön unter der Decke.

Fest zu stehen scheint, dass dem Gesetz, jedem Kind ein Kita-Platz ab 2013, nicht genüge getan werden kann. Die angeblichen 35 Prozent bestehenden Plätzen derzeit scheinen ebenfalls geschönt, weil die geplanten Kitas in dieser Zahl beinhaltet seien. Aus den Kommunen ist zu hören, dass ein Stand zwischen 15 und 25 Prozent realistisch sei.

Hier wären Tagesmütter und Tagesväter gefragt die Lücke weitgehend zu schließen. Es wäre auch die Gelegenheit diese Tagespflegepersonen finanziell besser zu stellen.

An dieser Stelle kann man den handelnden Politiker hohe Intelligenz bescheinigen. Für weniger als ein Drittel der Kosten für Tagesmütter lockt man nun die Frauen mit 150€ hinter den Herd.

Doch jeder vernünftige Mensch kennt die Auswirkungen. Frauen mit einer guten Ausbildung und einen sicheren Job wird dieses Angebot wohl ausschlagen. Jedoch das Gros der Kinder, kommend aus sozial-schwierigen Verhältnissen, sind die Verlierer.
Die Eltern freuen sich über Zusatzeinkommen und überlassen die Kinder sich selber.

Was zuletzt wieder vorn steht, sind die Kinder.
Josef Hammenstede

Einige Tagesmüttern beziehen Aufstockungsleistungen durch die Jobcenter. Hierbei wird vielerorts die Betriebsausgaben nicht ordnungsgemäß von den Einnahmen in Abzug gebracht und voll auf den Regelbetrag angerechnet. Diese Vorgehensweise ist Rechtswidrig. Es sind natürlich die Betriebsausgaben vor einer Anrechnung in Abzug zu bringen. In welcher Höhe hier eine Pauschalierung vorzunehmen ist ergibt sich aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 11.05.2009, hierbei sind natürlich allein 2009 entsprechende Deflationssteigerungen zu berücksichtigen. Weiterlesen

Ein Jahr vor Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz für unter Dreijährige fehlen bundesweit noch etwa 130 000 Plätze, so das ZDF. Bis zum 1. August 2013 würden voraussichtlich 750 000 Plätze benötigt. Der Deutschen Städte- und Gemeindebundessei zuversichtlich, dass in einem Jahr für die weitaus meisten Kleinkinder ein garantierter Platz zur Verfügung stehe, ob Kita oder Tagesmütter.

Endlich ist der Sommer in vollem Gange!

Barfuß laufen, mit Wasser spielen, Krabbeln ohne Windel – für unsere Jüngsten bedeutet dies, uneingeschränkte Bewegungsfreiheit an der frischen Luft!

Die Sonne lacht, es ist warm, das Planschbecken gefüllt. Der zweijährige Luis ist eine Wasserratte und kann es kaum erwarten, endlich in das warme Nass zu hüpfen. Doch er schreit, tobt und windet sich, als er die Sonnencreme in der Hand der Tagesmutter erblickt. Spielen im Freien – ja! Eincremen, Sonnenhut tragen, im Schatten bleiben – da gibt es so manchen Kampf mit den Kleinen. Weiterlesen

[BGH-Pressemitt​eilungen] Nr. 111/2012 vom 13.07.2012

Von der Wohnungseigentümergemeinschaft ungenehmigte Tagesmuttertätigkeit in einer Eigentumswohnung darf nach bestandskräftigem Untersagungsbeschluss nicht fortgeführt werden

Der u.a. für Wohnungseigentumssachen zuständige V. Zivilsenat hat heute über die Revision von zwei beklagten Wohnungseigentümern entschieden, deren Mieterin in der Wohnung eine Tagespflegestelle für bis zu fünf Kleinkinder betreibt (vgl. Pressemitteilung 85/12 vom 12. Juni 2012). Auf die Klage einer Wohnungseigentümerin waren sie vom Landgericht verurteilt worden, die Nutzung der Wohnung als Kindertagespflegestelle zu unterlassen. Die Revision der Beklagten hatte keinen Erfolg. Ein Unterlassungsanspruch der Klägerin folgt bereits daraus, dass den Beklagten die Ausübung der Tagesmuttertätigkeit ihrer Mieterin durch einen in der Eigentümerversammlung vom 28. September 2009 gefassten Beschluss der Wohnungseigentümer untersagt worden war. Dieser Beschluss ist nicht angefochten worden und daher für die Beklagten verbindlich. Weiterlesen

Ab September muss für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsplatz zur Verfügung stehen. Ohne Tagesmütter ist dies kaum zu schaffen. Doch Tagesmütter verdienen so wenig, dass sie davon kaum leben können.

(01.06.2012) Man könnte es als eine Art Weckruf oder Krisengipfel verstehen. Am 31. Mai hatte der saarländische Landesverband der Tagesmütter ins Saarbrücker Schloss geladen, um über die schwierige Situation der Tagesmütter und -väter aufmerksam zu machen. Neben Betroffenen waren auch Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und Vertreter des Jugendamts gekommen.

Birte Olig (SR3) (mehr lesen)

Den ganzen Beitrag hören.

Von 2013 an haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kleinkinder. Doch was ist der Wert, wenn der Kita-Ausbau nicht voran kommt? Klar ist: Die Qualität der Betreuung wird sinken.

Von D. Siems und F. Wisdorff – (Artikel lesen bei WELT-ONLINE)

Die Überschriften:

  • Zusätzlich steigt die Nachfrage
  • Beruf der Tagesmutter aufwerten
  • Betreuungsplätze könnten aufgesplittet werden
  • Tagesmutter statt Kita-Platz

Einladung an alle Tagesmütter/Tagesväter

Zum Info-/Mitglieder-Treff

am 31.05.2012 um 19:00 Uhr
im Konferenzraum 1, Mittelpavillon
Saarbrücker Schloss, 1. Etage

Gäste und Gesprächspartner:

Herr Peter Gillo, Regionalverbandsdirektor,
Frau Uschi Biedenkopf, Leiterin Fachdienst Jugend,
Birgit Dotschkeil, Sachbearbeiterin Bereich Tagespflege.

Tagesordnung

- Begrüßung durch den Hausherr Peter Gillo
- Begrüßung durch den Landesvorsitzenden Günter Bettinger
- Präsentation zum aktuellen Thema Tagespflegepersonen
- Fragen an die verantwortlichen des Regionalverbandes
- Diskussion und Fragen aller Anwesenden

Themen

- Diskussion über die Präsentation
- Die Verordnung und damit verbunden die unterschiedliche
Auslegung
- Altersvorsorge der Tagespflegepersonen
- Die “abhängige” Selbständigkeit der Tagespflegepersonen
- Betreuungen vom “freien Markt”
- Vertragliche Sicherheit gegenüber den Eltern und mögliche
Ausfallbürgschaften

Mit freundlichen Grüßen

Josef Hammenstede
Öffentlichkeitsarbeit!

 

 

 

Hilf mir, es selbst zu tun
Zeig mir, wie es geht
Tu es nicht für mich
Ich kann und will es alleine tun
Hab Geduld, meine Wege zu begreifen
Vielleicht brauche ich mehr Zeit,
weil ich mehrere Versuche machen will
Mute mir auch Fehler zu,
denn aus ihnen kann ich lernen

Maria Montessori

 

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Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider

Die Saar-SPD hat sich erneut gegen die Einführung eines Betreuungsgeldes ausgesprochen und unterstützt entsprechende Proteste innerhalb von CDU und FDP gegen die von der CSU im Koalitionsvertrag durchgesetzte ‚Herdprämie‘.

„Das Wohl der Familien geht vor das CSU-Parteiprogramm. Der Plan, das Betreuungsgeld auf Kosten des Elterngeldes einzuführen ist familien- und kinderfeindlich“, erklärt Cornelia Hoffmann-Bethscheider, stellvertretende Landesvorsitzende der SPD Saar. Nach Ansicht der SPD Saar ist ein Betreuungsgeld, das für den Verzicht auf einen Kita-Platz gezahlt werden soll, unsinnig und unzeitgemäß. Mit einem Betreuungsgeld werde es nicht gelingen, Kinder besser zu fördern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und die Erwerbstätigkeit von Frauen zu erhöhen. Weiterlesen

BDA und DGB: Betreuungsgeld ist arbeitsmarkt- und bildungspolitischer Rückschritt

Zur Absicht, ein Betreuungsgeld einzuführen, erklären die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB):

Die geplante Einführung eines Betreuungsgeldes ist ein Rückschritt und gefährdet wichtige Ziele der Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Familienpolitik. Es konterkariert die Anstrengungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Stattdessen wird ein falscher Anreiz geschaffen, sich aus dem Beruf zurückzuziehen. Das Betreuungsgeld ist vor allem auch nicht im Interesse derjenigen Kinder, die eine frühzeitige intensive Förderung benötigen. Weiterlesen